Ich wollte meine Mutter und meine Schwester nach Travemünde bringen. Die beiden verbringen dort ihren Urlaub, während ich anschließend am selben Tag wieder zurückfahren wollte.
Eigentlich ein überschaubarer Plan:
Mutter einsammeln, Schwester einsammeln, Richtung Norden fahren, kurz das Meer ansehen und abends wieder auf dem Sofa sitzen.
Deutschland hatte allerdings noch einen zusätzlichen Programmpunkt vorbereitet:
„Erleben Sie den Sanierungsstau jetzt hautnah – auf mehreren hundert Kilometern und ganz ohne Aufpreis.“
Der Roadtrip begann mit einer Fahrt in die falsche Richtung
Los ging es für mich gegen 8:50 Uhr.
Zuerst holte ich meine Mutter ab, die glücklicherweise nur ungefähr zwei Kilometer von mir entfernt wohnt. Das war also noch die entspannte Tutorial-Mission: einmal kurz hin, Mutter samt Gepäck einladen und weiter.
Danach ging es zu meiner Schwester. Die wohnt momentan rund 14 Kilometer entfernt – leider nicht zufällig direkt an der Autobahn Richtung Hamburg, sondern ziemlich genau in der Richtung, in die wir eigentlich überhaupt nicht wollten.
Bevor wir also nach Norden fahren konnten, fuhren wir erst einmal munter in die entgegengesetzte Richtung.
Das ist vermutlich die familiäre Variante moderner Routenplanung:
Um ans Ziel zu gelangen, entfernen Sie sich zunächst möglichst effizient davon.
Gegen 9:30 Uhr waren schließlich meine Mutter, meine Schwester und erstaunlich viele Taschen im Auto verstaut. Keine Ahnung, was man für einen Urlaub alles braucht, aber offenbar deutlich mehr, als in meiner Vorstellung in einen Koffer passt.
Endlich konnten wir die eigentliche Fahrt Richtung Hamburg und anschließend weiter nach Travemünde aufnehmen.
Das Auto hatte ich am Vortag vorbereitet, als würde ich nicht zur Ostsee, sondern zu einer kleineren Expedition durch unbekanntes Gelände aufbrechen: vollgetankt, Scheibenwischwasser aufgefüllt, Reifendruck geprüft und Radmuttern kontrolliert.
Für eine Fahrt auf deutschen Autobahnen war ich damit technisch vermutlich besser vorbereitet als einige der Brücken, über die wir noch fahren sollten.
Vier Stunden Fahrt und Deutschland war überall am Bauen
Unterwegs machten wir zwei Pausen.
Die erste dauerte ungefähr 25 Minuten. Einmal aussteigen, Beine bewegen, etwas trinken und kurz so tun, als wäre man ein vernünftiger Mensch, der auf längeren Fahrten regelmäßig Pause macht.
Der zweite Halt war mit etwa fünf Minuten deutlich kürzer. Wahrscheinlich eher die Kategorie:
Rein, raus, weiter – bevor die Autobahn merkt, dass wir ihr kurz entkommen sind.
Gegen 13:30 Uhr kamen wir schließlich in Travemünde an.
Damit waren wir insgesamt vier Stunden unterwegs. Zieht man die beiden Pausen ab, bleiben ungefähr dreieinhalb Stunden reine Fahrzeit.
Vollkommen katastrophal war das nicht. Normal war es aber auch nicht. Statt einer entspannten Fahrt Richtung Ostsee bekamen wir immer wieder stockenden Verkehr, Baustellen, verengte Fahrspuren und die übliche Frage serviert:
„Wieso steht hier eigentlich alles, obwohl vorne offenbar gar nichts passiert?“
Wir hatten uns dafür allerdings auch ein geradezu hervorragend geeignetes Wochenende ausgesucht.
In Hamburg, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern begannen die Sommerferien. Damit waren – abgesehen von Baden-Württemberg und Bayern – fast alle Bundesländer bereits in der Ferienzeit. Der ADAC warnte ausdrücklich vor starkem Reiseverkehr, mehr als 1.000 Autobahnbaustellen und besonders belasteten Routen.
Zu den genannten Problemstrecken gehörten natürlich die A7 zwischen Hannover und Hamburg sowie die A1 rund um Hamburg und weiter Richtung Ostsee.
Natürlich.
Wo auch sonst?
Auf unserer Strecke lag unter anderem die rund sechs Kilometer lange Großbaustelle zwischen dem Horster Dreieck und Thieshope. Dort werden Fahrbahn, Entwässerung und weitere Bestandteile grundlegend erneuert. Abschnittsweise stand Richtung Hamburg nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Auch rund um Hamburg warteten mit Elbtunnel, Tunnelkette, Norderelbbrücken und mehreren A1-Baustellen weitere Möglichkeiten, die eigene Durchschnittsgeschwindigkeit intensiv kennenzulernen.
Wir waren also nicht auf einer Autobahn unterwegs, an der zufällig gebaut wurde.
Die Baustelle war die Autobahn. Dazwischen lagen nur gelegentlich ein paar Verbindungsstücke.
Sieben Jahre ohne Meer sind eindeutig zu lang
Nach ungefähr vier Stunden Fahrt, zwei Pausen und einer ausführlichen Live-Demonstration deutscher Baustellenplanung war es schon ein ziemlich gutes Gefühl, endlich vom Parkplatz Richtung Hotel zu laufen.
Zuerst checkten wir ein und brachten das Gepäck aufs Zimmer. Für meine Mutter und meine Schwester begann damit offiziell der Urlaub, während für mich innerlich schon langsam die Uhr Richtung Rückfahrt tickte.
Ganz ohne Meer wollte ich aber natürlich nicht wieder verschwinden.
Also gingen wir erst einmal zum Strand.
Meine Mutter und meine Schwester waren zum ersten Mal in Travemünde. Ich selbst war früher schon einmal dort gewesen, hatte das Meer aber seit mindestens sieben Jahren nicht mehr gesehen.
Und ja: Sieben Jahre sind eindeutig zu lang.
Nach stundenlangem Asphalt, Baustellenbaken und Fahrzeugkolonnen plötzlich wieder dieses große blaue Stück Wasser vor sich zu haben, war schon ziemlich schön.
Blauer Himmel, Segelboote, Strandkörbe und ein Meer, das einfach ruhig vor sich hin lag und dabei deutlich entspannter wirkte als alles, was wir auf der A7 gesehen hatten.
Wir liefen ein Stück am Strand entlang und ich ging zumindest ein bisschen ins Wasser. Nicht komplett, aber weit genug, um später guten Gewissens behaupten zu können:
Ich war am Meer und habe nicht nur aus sicherer Entfernung darauf gezeigt.
Anschließend gingen wir noch gemeinsam etwas essen. Ein bisschen Zeit wollte ich schließlich noch mit den beiden verbringen, bevor ich sie dort zurückließ und mich wieder auf den Heimweg machte.
Für meine Mutter und meine Schwester begann nun der Urlaub.
Für mich begann derselbe Weg noch einmal – nur rückwärts.
Die Rückfahrt hatte wenigstens den besseren Soundtrack
Gegen 15:40 Uhr verabschiedete ich mich von meiner Mutter und meiner Schwester und machte mich wieder auf den Rückweg.
Der dauerte ungefähr drei Stunden, inklusive eines kurzen Pausenstopps von etwa fünf Minuten.
Da ich nun allein im Auto saß, hatte die Rückfahrt aber einen entscheidenden Vorteil: Endlich konnte ich das Radio ausschalten, meine eigene Musik anmachen und sie in einer Lautstärke hören, die bei familiärer Begleitung vermutlich spätestens nach dem zweiten Lied zu diplomatischen Spannungen geführt hätte.
Keine belanglosen Radiomoderationen, keine Wiederholung derselben fünf Lieder und niemand, der fragt, ob das wirklich so laut sein müsse.
Nur ich, meine Musik, die Autobahn und sehr viele Baustellen.
Das machte die Heimfahrt trotz des Verkehrs deutlich entspannter. Wenn man schon langsam durch Deutschland rollt, kann wenigstens der Soundtrack stimmen.
Außerdem hatte ich Glück, die Tour an einem Sonntag fahren zu können. Durch das Sonn- und Feiertagsfahrverbot fehlte ein großer Teil des üblichen Schwerlastverkehrs. Unterwegs waren hauptsächlich Lkw, die unter gesetzliche Ausnahmen fielen oder eine entsprechende Genehmigung hatten.
Stau mit Autos ist nervig.
Stau zwischen endlosen Lkw-Kolonnen fühlt sich dagegen an, als hätte man den Schwierigkeitsgrad auf „deutsche Ferienautobahn – realistisch“ gestellt.
Gegen 18:40 Uhr war ich schließlich wieder zu Hause.
Vom ersten Losfahren bis zur Rückkehr war ich damit knapp zehn Stunden unterwegs. Für jemanden, der Roadtrips mag, war das aber noch völlig in Ordnung.
Ich fahre ohnehin lieber herum, sehe unterwegs etwas und bin in Bewegung, als eine Woche lang an einem Ort festzusitzen und langsam mit dem Hotelmobiliar zu verschmelzen.
Deutschland steht nicht nur im Stau – Deutschland ist der Stau
Mein persönlicher Eindruck von der Fahrt war ziemlich eindeutig: Es gibt in Deutschland nicht einfach ein paar Baustellen.
Es gibt Baustellen, zwischen denen gelegentlich noch befahrbare Autobahnabschnitte liegen.
Ganz eingebildet ist dieser Eindruck nicht.
Der ADAC registrierte im Jahr 2025 rund 496.000 Staus auf deutschen Autobahnen. Zusammen kamen sie auf ungefähr 478.000 Staustunden und eine Gesamtlänge von 866.000 Kilometern.
Das eigentlich Interessante daran: Es gab etwas weniger einzelne Staus als im Vorjahr, aber sie dauerten insgesamt länger.
Deutschland hat es also geschafft, den Stau effizienter zu gestalten.
Weniger Vorgänge, dafür mehr Zeitaufwand.
Man könnte fast meinen, es handele sich um einen deutschen Verwaltungsprozess.
Bundesweit bestanden gleichzeitig zwischen etwa 650 und 1.300 Baustellen auf Autobahnen. Im Sommer kommen Ferienverkehr, Ausflugsverkehr und Baustellen dann zusammen wie drei Menschen, die unabhängig voneinander beschlossen haben, dieselbe Tür gleichzeitig benutzen zu wollen.
Warum ist Deutschland eigentlich überall gleichzeitig kaputt?
Während einer längeren Fahrt fällt irgendwann auf, dass es nicht nur einzelne Baustellen gibt.
Es gibt Fahrbahnen mit Flicken auf Flicken, harte Übergänge, verengte Spuren, alte Brücken, neue Brücken, halbe Brücken und Stellen, an denen vermutlich irgendwann einmal eine Brücke geplant war, aber bislang nur drei Warnbaken und ein Tempolimit angekommen sind.
Das Problem ist, dass große Teile unserer Autobahninfrastruktur in einem ähnlichen Zeitraum entstanden sind und deshalb inzwischen auch ungefähr gleichzeitig altern.
Im deutschen Autobahnnetz gibt es rund 28.000 Brückenteilbauwerke. Etwa 55 Prozent der Brücken wurden bereits vor 1985 errichtet. Viele stammen aus den 1960er-, 1970er- und frühen 1980er-Jahren.
Sie wurden damals für deutlich weniger Verkehr und geringere Belastungen geplant. Seitdem sind nicht nur mehr Fahrzeuge unterwegs, auch der Güter- und Schwerlastverkehr hat stark zugenommen.
Gleichzeitig ermüdet das Material, Wasser dringt ein, Frost richtet Schäden an und konstruktive Schwächen früherer Jahrzehnte werden sichtbar.
Eine Brücke ist eben kein Linux-System.
Man kann sie nicht dreißig Jahre lang ignorieren, irgendwann einen neuen Kernel installieren und anschließend hoffen, dass die merkwürdigen Geräusche verschwunden sind.
Der Sanierungsstau ist kein plötzliches Naturereignis
Die vielen Baustellen sind nicht entstanden, weil Deutschland eines Morgens aufgewacht ist und spontan Lust auf orange Warnwesten hatte.
Über Jahrzehnte wurden notwendige Instandhaltung, Sanierungen und Ersatzneubauten immer wieder verschoben, zu knapp finanziert oder hinter sichtbareren Neubauprojekten eingeordnet.
Eine neue Straße lässt sich eröffnen.
Ein neues Stück Autobahn bekommt ein Band, eine Schere und ein Gruppenfoto mit Politikern, die aussehen, als hätten sie den Asphalt persönlich mit einem Teelöffel verteilt.
Eine rechtzeitig erneuerte Abdichtung bekommt dagegen keine große Pressekonferenz. Sie verhindert lediglich, dass eine Brücke zehn oder zwanzig Jahre später größere Schäden bekommt.
Politisch ist vorbeugende Wartung deshalb ungefähr so glamourös wie das Reinigen eines Abflusses:
Niemand möchte dabei fotografiert werden. Wenn man es aber lange genug nicht macht, wird die Situation irgendwann sehr öffentlich.
Jetzt kommt die aufgeschobene Arbeit gleichzeitig zurück – mit Zinsen, Fahrbahnverengungen und einem freundlichen Schild, auf dem „voraussichtlich bis November“ steht.
Der Bundesrechnungshof betritt den Raum und ruiniert die gute Stimmung
Besonders deutlich wird das bei den Autobahnbrücken.
Für das Brückenmodernisierungsprogramm wurden rund 5.000 besonders wichtige Teilbauwerke ausgewählt. In den Jahren 2022 bis 2024 wurden davon allerdings insgesamt weniger als 300 fertig modernisiert.
Das entsprach nur ungefähr 40 Prozent dessen, was ursprünglich für diesen Zeitraum vorgesehen war.
Für 2024 waren 280 Teilbauwerke geplant.
Geschafft wurden 69.
Das sind keine Zahlen, bei denen man sagen kann:
„Knapp daneben. Nächstes Mal vielleicht einfach etwas früher anfangen.“
Das ist eher die Art Zielerreichung, bei der selbst mein alter Distrohopper-Planungsstil plötzlich strukturiert wirkt.
Anfang 2025 fehlten noch rund 4.700 Teilbauwerke. Um das ursprüngliche Zieljahr 2032 noch einzuhalten, müssten seitdem im Durchschnitt etwa 590 pro Jahr modernisiert werden.
Der Bundesrechnungshof formuliert dazu erstaunlich deutlich: Das wird nicht gelingen.
Fast alle Niederlassungen der Autobahn GmbH meldeten außerdem fehlendes Personal, unbesetzte Stellen und Schwierigkeiten, altersbedingte Abgänge zu ersetzen.
Es fehlt also nicht nur Geld.
Es fehlt ebenfalls an Ingenieuren, Planern, Genehmigungskapazitäten, ausführenden Unternehmen, langfristiger Koordination und vermutlich einem sehr großen Schrank, in dem alle bisherigen Zuständigkeiten ordentlich beschriftet abgelegt sind.
Hinzu kommt, dass die Autobahn GmbH weiterhin ältere Projekte fertigstellen muss, die früher von den Bundesländern begonnen und teilweise nach anderen Kriterien priorisiert wurden.
Man hat also eine neue Organisation gegründet, ihr einen riesigen alten Projektstapel auf den Tisch gelegt und sich anschließend gewundert, warum sie nicht sofort mit dem neuen Stapel fertig wird.
Auch das ist auf eine seltsame Art sehr deutsch.
Die Regierung hat jetzt einen Plan. Diesmal aber wirklich.
Die Bundesregierung betont inzwischen ausdrücklich den Grundsatz:
Erhalt vor Aus- und Neubau.
Für Bundesfernstraßen sind zwischen 2025 und 2029 insgesamt mehr als 52 Milliarden Euro eingeplant. Rund 32,5 Milliarden Euro davon sollen in die Erhaltung fließen.
Für alle Verkehrsträger zusammen – also Straßen, Schienen und Wasserwege – spricht die Bundesregierung bis 2029 von etwa 169 Milliarden Euro.
Das klingt erst einmal nach sehr viel Geld.
Andererseits klingt auch „28.000 Brückenteilbauwerke“ nach ziemlich viel Brücke.
Zusätzlich wurde das Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschlossen. Planungs- und Genehmigungsverfahren für Straßen, Brücken und Bahnstrecken sollen dadurch schneller, digitaler und weniger bürokratisch werden.
Das ist grundsätzlich sinnvoll.
Mehr Geld hilft.
Schnellere Genehmigungen helfen.
Digitale Verfahren helfen vermutlich ebenfalls – sofern die zuständige Stelle nicht zuerst ein Fax mit einem Freischaltcode an sich selbst schicken muss.
Nur lösen neue Gesetze und Milliarden das Problem nicht über Nacht.
Geld baut keine Brücke, wenn niemand sie plant. Ein beschleunigtes Verfahren ersetzt keinen Bauingenieur. Und selbst ein priorisiertes Projekt benötigt Material, Fachkräfte, Unternehmen und genügend Platz, während weiterhin jeden Tag Tausende Fahrzeuge daran vorbeimöchten.
Die Infrastrukturkrise ist deshalb nicht mit einem einzigen großen Geldtopf erledigt.
Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Versäumnisse – und wird entsprechend viele Jahre brauchen, um wieder halbwegs geradegezogen zu werden.
Wir haben nicht zu viele Baustellen – wir hatten zu lange zu wenige
Natürlich nerven Baustellen.
Sie machen Fahrten länger, erzeugen Staus und führen dazu, dass ein Navigationsgerät irgendwann nur noch erschöpft „Route wird neu berechnet“ murmelt.
Aber die unangenehme Wahrheit lautet:
Das Problem sind nicht die vielen Baustellen.
Das Problem ist, dass viele davon längst hätten erledigt sein müssen.
Würden wir jetzt weniger sanieren, wäre die Fahrt kurzfristig angenehmer. Langfristig bekämen wir dafür mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen, Gewichtsbeschränkungen, Notverstärkungen und komplette Sperrungen.
Die aktuelle Baustellenlandschaft ist gewissermaßen die Rechnung für Jahrzehnte, in denen die Infrastruktur noch halbwegs ordentlich aussah und man daraus geschlossen hat, dass man sich vermutlich nicht weiter um sie kümmern müsse.
Meine Fahrt nach Travemünde war trotzdem schön.
Meine Mutter und meine Schwester sind sicher angekommen und konnten ihren Urlaub beginnen. Ich habe nach mindestens sieben Jahren endlich wieder das Meer gesehen, war mit den Füßen im Wasser und saß am Abend wieder zu Hause.
Ich hatte einen Roadtrip, gutes Wetter, laute Musik und nur ungefähr eine zusätzliche Stunde deutsche Infrastrukturpädagogik.
Und ganz ehrlich:
Es hätte deutlich schlimmer kommen können.
Ich hätte die Tour auch an einem Freitag mit Berufsverkehr, Ferienbeginn und Lkw-Kolonnen machen können.
Dann wäre dieser Artikel vermutlich nicht über kaputte Autobahnen entstanden, sondern über den langsamen Zerfall meiner geistigen Gesundheit zwischen zwei Warnbaken.
Quellen
- ADAC: Stauprognose für den 10. bis 12. Juli 2026
- ADAC: Staubilanz 2025
- Autobahn GmbH: Grundinstandsetzung der A7 zwischen Horster Dreieck und Thieshope
- Autobahn GmbH: Staugefährdete Baustellen im Norden
- Autobahn GmbH: Fakten und Hintergründe zu Autobahnbrücken
- Bundesrechnungshof: Schleppende Modernisierung maroder Brücken
- Bundesverkehrsministerium: Investitionsrahmenplan 2025–2029
- Bundesregierung: Infrastruktur-Zukunftsgesetz
- Straßenverkehrs-Ordnung: Sonn- und Feiertagsfahrverbot