Seit ich Anfang des Jahres ins Linuxuniversum eingetaucht bin, wollte ich eigentlich nur ein vernünftiges rEFInd-Setup.

Ein hübsches grafisches Bootmenü. Große Icons. Ein Hintergrundbild. Vielleicht sogar Mausunterstützung. Also ungefähr das Gegenteil von GRUB, das optisch gerne wirkt, als müsse man gleich einen Kernel per Fax beantragen.

Nur hatte mein Distrohopping-Syndrom andere Pläne.

Mal war da Ubuntu. Dann Fedora. Dann wieder irgendwas anderes. Dann ein externer Datenträger. Dann ein internes System. Dann ein Bootloader, der sich wichtig fühlte. Dann ein UEFI-Eintrag, der vermutlich noch von einem früheren Linux-Leben übrig war.

Dämliches Distrohopping. Es macht nicht nur Systeme unruhig, sondern auch Bootmenüs.

Auf meinem Hauptrechner habe ich es inzwischen aber endlich geschafft. Kubuntu läuft dort seit fast zehn Wochen erstaunlich stabil, und seit etwa einer Woche startet der Rechner sogar sauber über rEFInd.

Und weil mein ThinkPad natürlich nicht wie ein armer kleiner Boot-Asket danebenstehen sollte, war irgendwann klar:

Der Laptop bekommt das auch.

Gesagt, getan.

Mein ThinkPad hatte zu diesem Zeitpunkt eine Weile lang zwei Linux-Systeme.

Ubuntu auf der einen Seite.

Fedora auf der anderen.

Technisch war das kein besonderes Drama. UEFI kann mehrere Bootloader verwalten, GRUB kann Menüs anzeigen und im Notfall gibt es immer noch die Bootauswahl des ThinkPads.

Es funktionierte also.

Es sah nur aus wie ein Verwaltungsformular aus einer Zeit, in der Monitore noch nach hinten weitergingen.

Schwarzer Hintergrund.

Weiße Schrift.

Tastatursteuerung.

Sehr funktional.

Sehr GRUB.

Und nachdem mein Hauptrechner beim Einschalten plötzlich mit grafischer Auswahl, großen System-Icons, Hintergrundbild und Mausunterstützung glänzte, stellte sich natürlich die Frage:

Warum soll der Laptop beim Booten aussehen, als müsste ich gleich einen Kernel per Fax beantragen?

Und damit begann die nächste kleine Linux-Nebenquest.


Was rEFInd eigentlich macht

rEFInd ist ein grafischer Bootmanager für UEFI-Systeme.

Das klingt erst einmal simpel, ist aber wichtig zu verstehen: rEFInd ersetzt nicht automatisch alles, was bisher am Bootvorgang beteiligt war.

Es ist kein magischer Linux-Kernel-Katapultierer, der GRUB beleidigt aus dem Fenster wirft und danach alles allein macht.

rEFInd kann vorhandene EFI-Programme erkennen und starten. Auf meinem Laptop sieht die Bootkette heute so aus:

UEFI
  -> rEFInd
      -> Ubuntu shimx64.efi
          -> GRUB
              -> Linux-Kernel

rEFInd ist also die hübsche Eingangstür.

GRUB arbeitet weiterhin dahinter.

Nur muss ich ihm nicht mehr jedes Mal beim Arbeiten zusehen.

Das war für mich genau die richtige Aufgabenteilung:

  • rEFInd übernimmt Optik, Auswahl und Maussteuerung.
  • Ubuntus signierter Shim bleibt der offizielle Einstieg in die Ubuntu-Bootkette.
  • GRUB kümmert sich weiterhin um Kernel, Initramfs und Recovery-Einträge.
  • Ubuntu-Updates dürfen ihre gewohnten Werkzeuge weiterverwenden.

Ich wollte keinen komplett selbstgestrickten Direktstart des Kernels, bei dem ich nach jedem größeren Update kontrollieren muss, ob mein schöner Bootloader noch weiß, wo sein Betriebssystem wohnt.

Ich wollte Komfort ohne einen neuen Wartungsberuf.


Das konkrete System

Der Umbau fand auf meinem ThinkPad T14 Gen 2 AMD statt.

Zum Zeitpunkt dieses Artikels läuft darauf:

  • Ubuntu 26.04
  • UEFI statt Legacy-BIOS
  • rEFInd 0.14.2 aus den Ubuntu-Paketquellen
  • GRUB 2.14
  • eine EFI-Systempartition unter /boot/efi
  • Secure Boot deaktiviert

Der letzte Punkt ist wichtig.

rEFInd kann auch in Secure-Boot-Setups verwendet werden, aber dann kommen Signaturen, Schlüssel und Shim ins Spiel. Das ist ein eigenes Thema und ungefähr der Moment, in dem ein eigentlich harmloser Bootartikel plötzlich einen kleinen Verwaltungskurs für Kryptografie cosplayt.

Mein konkreter Aufbau wurde mit deaktiviertem Secure Boot eingerichtet.

Das ist keine allgemeine Empfehlung, Secure Boot abzuschalten.

Es ist schlicht der Zustand dieses Laptops.


Erst einmal rEFInd installieren

Unter Ubuntu liegt rEFInd direkt in den Paketquellen. Installiert habe ich es zusammen mit efibootmgr:

sudo apt update
sudo apt install refind efibootmgr

efibootmgr ist dabei das Werkzeug, mit dem man die UEFI-Boot-Einträge anzeigen und verwalten kann.

Oder etwas weniger trocken formuliert:

efibootmgr ist das kleine Programm, das einem zeigt, welche Betriebssystem-Geister noch im UEFI-Flur herumspuken.

Das rEFInd-Paket legt die nötigen Dateien auf der EFI-Systempartition ab und erzeugt normalerweise auch einen passenden UEFI-Starteintrag.

Bei mir liegen die zentralen Dateien hier:

/boot/efi/EFI/refind/refind_x64.efi
/boot/efi/EFI/refind/refind.conf

Ob der Eintrag wirklich vorhanden ist, lässt sich anschließend prüfen:

efibootmgr -v

Bei mir sieht der wichtige Teil aktuell so aus:

Boot0000  Ubuntu
Boot0001  rEFInd Boot Manager
BootOrder: 0001,0000,...

rEFInd steht also an erster Stelle.

Ubuntu bleibt als direkter Rückweg an zweiter Stelle erhalten.

Das ist absichtlich so. Wenn das Theme kaputtgeht oder rEFInd aus irgendeinem Grund nicht starten möchte, kann ich über das UEFI-Bootmenü weiterhin direkt Ubuntu auswählen.

Man muss nicht jede Brücke hinter sich anzünden, nur weil die neue hübscher beleuchtet ist.

Wichtig: Die Nummern wie 0001 und 0000 sind nicht universell. Wer die Bootreihenfolge mit efibootmgr verändert, muss vorher die Werte des eigenen Rechners lesen und die vorhandene Liste bewahren.

Sonst sortiert man sich im schlimmsten Fall nicht das Bootmenü, sondern den eigenen Nachmittag neu.


Aus einem Bootmenü wurde Digital Void

Die Standardoptik von rEFInd ist bereits deutlich zugänglicher als ein klassisches Textmenü.

Aber wenn ich schon am Bootmenü schraube, dann soll es auch zum Rechner passen.

Ich hatte auf meinem Hauptrechner bereits das Theme rEFInd Digital Void angepasst. Für den Laptop habe ich dessen Hintergrund, Auswahlrahmen und System-Icons in einen eigenen Theme-Ordner übernommen:

/boot/efi/EFI/refind/themes/rEFInd-digital-void/

Darin liegen unter anderem:

background.bmp
theme.conf
selection_big.png
selection_small.png
icons/os_ubuntu.png

Die Theme-Konfiguration des Laptops sieht so aus:

resolution 1920 1080
use_graphics_for linux,grub
hideui hints
showtools
enable_mouse
mouse_size 16
mouse_speed 24

icons_dir themes/rEFInd-digital-void/icons
banner themes/rEFInd-digital-void/background.bmp
banner_scale fillscreen

big_icon_size 160
small_icon_size 80

selection_small themes/rEFInd-digital-void/selection_small.png
selection_big themes/rEFInd-digital-void/selection_big.png

Der entscheidende Teil für mich war nicht nur das Hintergrundbild.

Es war das hier:

enable_mouse
mouse_size 16
mouse_speed 24

rEFInd lässt sich damit auf dem ThinkPad tatsächlich per TrackPoint, Touchpad oder Maus bedienen.

Die Geschwindigkeit stand zuerst auf 32. Das war etwas zu hibbelig. Mit 24 fühlt sich der Zeiger kontrollierter an, ohne beim Booten über den Bildschirm zu kriechen.

Laut offizieller rEFInd-Dokumentation ist Mausunterstützung standardmäßig deaktiviert und hängt außerdem vom jeweiligen UEFI ab. Auf diesem ThinkPad funktioniert sie wunderbar.

Und ja, natürlich kann ich weiterhin die Pfeiltasten benutzen.

Aber ich mag es, beim Einschalten auf ein großes Ubuntu-Icon zeigen und klicken zu können.

Nicht alles muss kompliziert sein, nur weil es vor dem Kernel passiert.


Warum ich die automatische Erkennung gezähmt habe

rEFInd kann selbstständig nach EFI-Loadern und Linux-Kerneln suchen.

Das ist praktisch.

Es kann aber auch dazu führen, dass das Bootmenü plötzlich aussieht wie ein Flohmarkt für alte Betriebssystementscheidungen.

Plötzlich erscheinen mehrere Ubuntu-Einträge.

Ein alter Fedora-Loader taucht wieder auf.

Ein Kernel bekommt sein eigenes Icon.

Daneben steht noch irgendein EFI-Programm, das technisch startbar ist und deshalb offenbar auch unbedingt ins Menü möchte.

Für ein Rettungsmedium ist diese automatische Erkennung großartig.

Für ein bewusst gestaltetes Bootmenü wollte ich mehr Kontrolle.

Deshalb steht in meiner refind.conf:

timeout 5
use_nvram false
scanfor manual
scan_all_linux_kernels false
default_selection "Ubuntu"

scanfor manual bedeutet: Zeige die Einträge, die ich ausdrücklich definiert habe.

scan_all_linux_kernels false verhindert, dass zusätzlich jeder gefundene Kernel seine eigene Bewerbung für das Hauptmenü einreicht.

Und nach fünf Sekunden startet der Standard automatisch.

Kein hektischer Ein-Sekunden-Countdown.

Aber auch kein Bootmenü, das morgens erst eine schriftliche Bestätigung verlangt.

Fünf Sekunden sind genau genug Zeit für „Oh, hübsch“ und nicht genug Zeit für „Warum bin ich eigentlich schon wieder im Bootmanager?“


Der manuelle Ubuntu-Eintrag

Heute enthält rEFInd nur noch einen bewusst definierten Ubuntu-Eintrag:

menuentry "Ubuntu" {
    icon \EFI\refind\themes\rEFInd-digital-void\icons\os_ubuntu.png
    volume eb84cf46-921c-4102-805b-639ee7392d68
    loader \EFI\ubuntu\shimx64.efi
    ostype Linux
    graphics on
}

Die GUID hinter volume gehört zu meiner EFI-Systempartition.

Sie muss auf anderen Rechnern ersetzt werden.

Ermitteln lässt sie sich zum Beispiel mit:

lsblk -o NAME,FSTYPE,FSVER,LABEL,UUID,PARTUUID,MOUNTPOINTS

Der Loader ist Ubuntus shimx64.efi:

\EFI\ubuntu\shimx64.efi

rEFInd startet also nicht irgendeine alte GRUB-Datei und auch nicht direkt einen zufällig gefundenen Kernel. Es reicht sauber an Ubuntus vorhandene EFI-Bootkette weiter.

Das ist optisch elegant und technisch angenehm langweilig.

Und „technisch angenehm langweilig“ ist beim Booten ungefähr das höchste Lob, das man vergeben kann.


Damals mit Fedora, heute nur noch Ubuntu

Der ursprüngliche Grund für rEFInd waren mehrere Betriebssysteme.

Ubuntu und Fedora sollten nicht hinter zwei GRUB-Menüs, automatischer Erkennung und wechselnden Standardwerten versteckt sein. Ich wollte beim Einschalten eine klare Entscheidung treffen:

Ubuntu anklicken.

Oder Fedora anklicken.

Fertig.

Später stellte sich heraus, dass ich Fedora auf diesem Laptop schlicht nicht mehr brauchte. Ubuntu fühlte sich als Basis für Hyprland, Noctalia und meinen Arbeitsalltag sehr gut an. Also entfernte ich Fedora und gab Ubuntu wieder den gesamten Platz.

rEFInd durfte trotzdem bleiben.

Das klingt zunächst ein wenig absurd.

Ein grafischer Betriebssystem-Wähler für genau ein Betriebssystem.

Aber rEFInd erfüllt für mich inzwischen noch eine andere Aufgabe: Es ist der sichtbare Übergang vom Gerät zu meinem System.

Der Laptop startet nicht einfach in ein schwarzes Textmenü, das sofort wieder verschwindet. Er zeigt für fünf Sekunden eine ruhige, gestaltete Oberfläche. Ich kann Ubuntu anklicken, das Firmware-Menü erreichen oder einfach warten.

Das ist nicht notwendig.

Ein Hintergrundbild im Bootmanager erhöht weder die Akkulaufzeit noch die Rechenleistung.

Es macht den Rechner aber mehr zu meinem Rechner.

Und das ist bei einem Linux-System nun wirklich keine fremde Idee.


Und dann kam noch einmal GRUB

Nach der Auswahl in rEFInd startete Ubuntu korrekt.

Nur zeigte GRUB danach erneut sein eigenes Menü.

Damit bestand der Bootvorgang aus:

  1. hübsches rEFInd-Menü
  2. Ubuntu auswählen
  3. schwarzes GRUB-Menü
  4. Ubuntu noch einmal auswählen oder warten
  5. endlich booten

Das ist technisch erklärbar.

Aus Sicht eines Menschen ist es doppelt gemoppelt.

rEFInd hatte die eigentliche Auswahl bereits erledigt. GRUB sollte nur noch das Standard-Ubuntu starten und ansonsten im Hintergrund bleiben.

Also änderte ich /etc/default/grub auf:

GRUB_DEFAULT=0
GRUB_TIMEOUT_STYLE=hidden
GRUB_TIMEOUT=0
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"

Danach musste die generierte GRUB-Konfiguration aktualisiert werden:

sudo update-grub

GRUB_TIMEOUT_STYLE=hidden versteckt das Menü.

GRUB_TIMEOUT=0 startet den Standard-Eintrag sofort.

Das Ergebnis:

UEFI -> rEFInd -> Ubuntu -> Login

GRUB ist nicht gelöscht.

GRUB ist nicht umgangen.

GRUB macht nur keinen zweiten Vorhang mehr auf, nachdem rEFInd die Vorstellung längst begonnen hat.


Warum GRUB nicht komplett rausflog

Natürlich hätte man versuchen können, Ubuntu direkt über den EFI-Stub des Kernels zu starten.

rEFInd kann Linux-Kernel erkennen und direkt laden.

Das wäre technisch interessant gewesen.

Für diesen Laptop hätte es aber zusätzliche Verantwortung bedeutet:

  • Kernelparameter müssen zuverlässig bereitstehen.
  • Initramfs und Kernel müssen korrekt zusammenpassen.
  • Neue Kernel dürfen nicht plötzlich doppelt auftauchen oder fehlen.
  • Recovery und ältere Kernel brauchen weiterhin einen brauchbaren Weg.
  • Ubuntu-Paketupdates sollen die Bootkette nicht jedes Mal in ein neues Bastelprojekt verwandeln.

GRUB löst diese Aufgaben bereits.

Also durfte GRUB bleiben.

Ich habe nicht den funktionierenden Mechaniker entlassen. Ich habe nur die Werkstatttür geschlossen, damit er nicht bei jedem Start ins Wohnzimmer winkt.


Wie man das GRUB-Menü im Notfall trotzdem erreicht

Ein unsichtbares GRUB-Menü klingt nur so lange toll, bis ein neuer Kernel nicht startet.

Deshalb gibt es mehrere Rückwege:

  • Beim Übergang zu GRUB frühzeitig Esc antippen.
  • Je nach System beim Start Shift gedrückt halten.
  • Im UEFI-Bootmenü direkt den Ubuntu-Eintrag wählen.
  • Die GRUB-Zeit vorübergehend wieder erhöhen.

Zum Beispiel:

GRUB_TIMEOUT_STYLE=menu
GRUB_TIMEOUT=5

Danach wieder:

sudo update-grub

Außerdem blieb der direkte UEFI-Eintrag Ubuntu bewusst erhalten. rEFInd ist die bevorzugte Route, aber nicht der einzige Schlüssel zur Haustür.

Erst hübsch machen.

Dann sicherstellen, dass man noch hineinkommt.

Ein schönes Bootmenü ist gut. Ein schönes Bootmenü mit Fluchtweg ist besser.


Die vollständige rEFInd-Konfiguration

Meine aktuelle /boot/efi/EFI/refind/refind.conf ist erstaunlich kurz:

# Digital Void for the ThinkPad T14 Gen 2a.
# rEFInd remains the themed top-level loader for Ubuntu.

include themes/rEFInd-digital-void/theme.conf

timeout 5
use_nvram false
scanfor manual
scan_all_linux_kernels false
default_selection "Ubuntu"

menuentry "Ubuntu" {
    icon \EFI\refind\themes\rEFInd-digital-void\icons\os_ubuntu.png
    volume eb84cf46-921c-4102-805b-639ee7392d68
    loader \EFI\ubuntu\shimx64.efi
    ostype Linux
    graphics on
}

Das ist alles.

Ein Theme.

Fünf Sekunden Timeout.

Ein manueller Eintrag.

Kein automatisches Sammeln alter Loader.

Kein Menü voller Dinge, die der Rechner irgendwann einmal gekannt hat.

Manchmal ist die beste Konfiguration die, die nicht versucht, das gesamte Multiversum zu booten.


Was ich vor Änderungen sichern würde

Die EFI-Systempartition ist kein guter Ort für spontanes Freestyle-Aufräumen.

Das ist nicht der Downloads-Ordner, in dem man alte Screenshots und drei vergessene ISO-Dateien findet.

EFI ist klein, wichtig und besitzt die unangenehme Fähigkeit, aus einem harmlosen Nachmittag ein Boot-Recovery-Ritual zu machen.

Vor Theme- oder Konfigurationsänderungen würde ich mindestens diese beiden Dinge sichern:

mkdir -p "$HOME/Dokumente/efi-backup"
cp -r /boot/efi/EFI/refind "$HOME/Dokumente/efi-backup/"
efibootmgr -v > "$HOME/Dokumente/efi-backup/efibootmgr.txt"

Die Ubuntu-EFI-Dateien lassen sich in denselben Sicherungsordner kopieren:

cp -r /boot/efi/EFI/ubuntu "$HOME/Dokumente/efi-backup/"

Und bevor jemand alte Fedora-, Windows- oder Limine-Verzeichnisse löscht:

Erst kontrollieren, welche Systeme wirklich noch existieren.

Dann die Bootreihenfolge prüfen.

Dann sichern.

Dann löschen.

EFI ist ein kleiner Ordner mit erstaunlich großem Bossbalken.


Mein Fazit

rEFInd hat meinen Laptop nicht schneller gemacht.

Es hat auch kein technisches Problem gelöst, das GRUB nicht grundsätzlich ebenfalls lösen könnte.

Aber es hat den Bootvorgang deutlich angenehmer gemacht.

Ich bekomme eine klare grafische Oberfläche.

Ich sehe genau die Einträge, die ich sehen möchte.

Ich kann Maus, Touchpad, TrackPoint oder Tastatur benutzen.

Nach fünf Sekunden startet Ubuntu automatisch.

Und GRUB erledigt seine wichtige Arbeit dahinter, ohne mir anschließend dieselbe Frage noch einmal zu stellen.

Für mich ist das die beste Mischung:

rEFInd für die Erfahrung. GRUB für die Arbeit.

Man könnte rEFInd nach dem Entfernen von Fedora wieder deinstallieren.

Man könnte Ubuntu direkt starten und dabei vielleicht zwei oder drei Sekunden sparen.

Man könnte auch argumentieren, dass ein Bootmanager kein Hintergrundbild braucht.

Alles korrekt.

Aber dann würde mein ThinkPad beim Einschalten wieder aussehen wie ein Formular.

Und das haben weder der Laptop noch ich verdient.


Quellen und Weiterlesen