Ich wollte nur kurz etwas nachschauen.

Das ist ein Satz, den ich inzwischen mit derselben Vorsicht behandeln sollte wie:

„Das Linux-Update dauert bestimmt nur fünf Minuten.“

Oder:

„Ich lege mich nur ganz kurz aufs Sofa.“

Oder:

„Diesen einen Anime schaue ich noch zu Ende, dann gehe ich schlafen.“

Wir wissen alle, wie solche Geschichten enden.

In meinem Fall begann es mit einer vollkommen harmlosen Frage. So harmlos, dass ich mittlerweile vergessen habe, welche es war.

Vielleicht wollte ich wissen, wann ein bestimmter Anime erscheint.

Vielleicht suchte ich nach einem WordPress-Plugin.

Vielleicht wollte ich prüfen, warum irgendein Linux-Paket plötzlich so tut, als hätte es mich noch nie zuvor gesehen.

Es muss etwas Wichtiges gewesen sein.

Zumindest wichtig genug, um den Browser zu öffnen.

Eine halbe Stunde später saß ich vor 24 Tabs, wusste überraschend viel über japanische Verkaufsautomaten und hatte nebenbei angefangen, die technische Grundlage eines Projekts zu überdenken, das bis dahin überhaupt nicht existiert hatte.

Die ursprüngliche Frage?

Verschollen.

Vermutlich liegt sie irgendwo zwischen einem Reddit-Beitrag von 2019 und einem YouTube-Video mit dem Titel:

„Die Wahrheit über Tiefseekabel, die dir niemand erzählt.“


Ein Browserfenster ist kein Werkzeug, sondern eine Eskalationsfläche

Früher war ein Browser einmal ein Programm, mit dem man Internetseiten aufgerufen hat.

Heute ist er:

  • Arbeitsplatz,
  • Notizbuch,
  • Recherchearchiv,
  • Videothek,
  • Musikplayer,
  • Einkaufszentrum,
  • Nachrichtenzentrale,
  • Ideenspeicher,
  • und eine digitale Schublade, in die ich alles hineinwerfe, was ich eventuell irgendwann noch einmal brauchen könnte.

Also nie.

Jeder Tab beginnt dabei mit einer nachvollziehbaren Absicht.

Der erste Tab beantwortet meine eigentliche Frage.

Der zweite liefert zusätzliche Informationen.

Der dritte widerspricht dem ersten.

Der vierte erklärt, warum beide falschliegen.

Der fünfte ist ein Forum, in dem sich seit sieben Jahren zwei Menschen darüber streiten, ob man einen bestimmten Befehl mit oder ohne sudo ausführen sollte.

Ab dem sechsten Tab betreibe ich keine Recherche mehr.

Ich sammle lediglich digitale Äste und hoffe, dass daraus irgendwann ein Nest entsteht.

Forscher beschäftigen sich tatsächlich mit diesem Verhalten. Browser-Tabs dienen uns nicht nur dazu, mehrere Seiten gleichzeitig geöffnet zu halten. Wir benutzen sie auch als Erinnerungen, Zwischenablagen und Platzhalter für Aufgaben, zu denen wir später zurückkehren wollen. Das Problem beginnt, wenn aus diesen kleinen Gedächtnisstützen ein unübersichtlicher Stapel verschiedener Tätigkeiten wird.

Oder anders gesagt:

Der Browser ist längst mein externes Gedächtnis.

Leider eines, das seine Notizen ausschließlich mit kleinen Symbolen beschriftet und ab einer gewissen Anzahl einfach aufhört, lesbare Titel anzuzeigen.


Der Tab bleibt offen, weil mein zukünftiges Ich verantwortungsvoller ist

Natürlich könnte ich einen Tab schließen.

Technisch ist das möglich.

Oben befindet sich sogar ein kleines Kreuz, das offenbar genau für diesen Zweck vorgesehen wurde.

Aber was, wenn ich die Seite noch brauche?

Was, wenn sich dort die eine Information befindet, die in drei Tagen plötzlich mein gesamtes Leben verändert?

Was, wenn mein zukünftiges Ich aufwacht und denkt:

Heute möchte ich unbedingt diesen 48-minütigen Vortrag über die Geschichte von Dateisystemen ansehen.

Dann wäre es doch ausgesprochen verantwortungslos, den Tab jetzt zu schließen.

Also bleibt er offen.

Mein zukünftiges Ich ist in meiner Vorstellung nämlich ein beeindruckender Mensch.

Es arbeitet konzentriert.

Es liest gespeicherte Artikel.

Es schaut vorgemerkte Videos vollständig an.

Es räumt Dateien sinnvoll in Ordner.

Es öffnet keine neuen Projekte, bevor die alten abgeschlossen sind.

Mein gegenwärtiges Ich dagegen weiß nicht einmal mehr, warum Tab Nummer sieben ein Vergleich verschiedener Wärmepumpen ist, obwohl ich zur Miete wohne und gar keine Wärmepumpe kaufen kann.

Aber vielleicht wird das später noch wichtig.

Man weiß es nicht.


Jeder Tab ist eine kleine unerledigte Aufgabe

Das Gemeine an offenen Tabs ist, dass sie nicht einfach nur herumliegen.

Sie schauen mich an.

Nicht sichtbar.

Aber geistig.

Jeder von ihnen trägt eine kleine Nachricht:

Lies mich später.

Vergleiche mich noch.

Daraus könnte ein Artikel werden.

Dieses Programm solltest du testen.

Diesen Anime wolltest du dir merken.

Hier hattest du irgendwann einen wichtigen Gedanken.

Dadurch entsteht das Gefühl, gleichzeitig an sehr vielen Dingen zu arbeiten.

Tatsächlich arbeite ich aber häufig an gar keiner davon.

Ich wechsle nur zwischen ihren Eingängen hin und her.

Untersuchungen zu sogenanntem „Browsing Clutter“ beschreiben genau diese Ansammlung unorganisierter Browserinhalte. Je mehr Seiten, Fenster und Aufgaben sich vermischen, desto schwerer wird es, den Überblick zu behalten und zu entscheiden, was eigentlich gerade wichtig ist.

Mein Gehirn interpretiert diese Situation allerdings anders.

Es sieht 30 offene Tabs und denkt:

Beeindruckend. Wir müssen heute sehr produktiv gewesen sein.

Nein, Gehirn.

Wir haben lediglich sehr viele Dinge angefangen.

Das ist nicht dasselbe.

Eine Küche voller angebrochener Zutaten ist schließlich auch noch kein Abendessen.

Es sei denn, man nennt es Buffet.


Dann wollte ich nur noch kurz den einen Begriff prüfen

Besonders gefährlich sind Begriffe, die ich nicht kenne.

Ich könnte sie einfach hinnehmen.

Ein erwachsener Mensch müsste nicht jede kleine Wissenslücke sofort schließen.

Man darf einen Text lesen und denken:

Aha. Keine Ahnung, was das bedeutet. Wird vermutlich stimmen.

Mein Gehirn akzeptiert diese Vorgehensweise jedoch nicht.

Es erkennt ein unbekanntes Wort und behandelt es wie eine persönliche Herausforderung.

Also markiere ich den Begriff.

Rechtsklick.

Suchen.

Schon öffnet sich ein neuer Tab.

In diesem Tab wird ein anderer Begriff verwendet, den ich ebenfalls nicht kenne.

Neuer Tab.

Dort wird ein historisches Ereignis erwähnt.

Neuer Tab.

Das historische Ereignis hat Auswirkungen auf Japan.

Noch ein Tab.

Japan erinnert mich an einen Anime.

MyAnimeList öffnet sich.

Der Anime basiert auf einer Light Novel.

Wikipedia.

Verlag.

Erscheinungstermin.

Deutscher Lizenznehmer.

Und plötzlich recherchiere ich seit 40 Minuten, wann Band sieben einer Reihe erscheint, von der ich Band eins noch nicht gelesen habe.

Die ursprüngliche Aufgabe steht währenddessen irgendwo im Hintergrund und altert still vor sich hin.


Eigentlich wollte ich doch produktiv sein

Das wirklich Perfide daran ist:

Es fühlt sich nicht wie Ablenkung an.

Ich schaue schließlich keine sinnlosen Katzenvideos.

Zumindest nicht ausschließlich.

Ich recherchiere.

Ich lese.

Ich sammle Informationen.

Ich lerne Dinge.

Das klingt produktiv.

Und manchmal ist es das auch.

Nur leider kann man produktiv wirkende Dinge ebenfalls benutzen, um einer konkreten Aufgabe auszuweichen.

Statt den Artikel zu schreiben, recherchiere ich noch eine Quelle.

Statt die Webseite zu bauen, vergleiche ich noch drei mögliche Plugins.

Statt eine Entscheidung zu treffen, lese ich einen weiteren Erfahrungsbericht.

Statt das Problem zu lösen, optimiere ich zunächst meine Methode zur späteren Lösung des Problems.

Das ist keine Faulheit.

Das ist Prokrastination mit Klemmbrett.

Besonders im technischen Bereich kann man sich damit hervorragend selbst täuschen.

Ich muss das Projekt schließlich gründlich planen.

Ich muss alle Möglichkeiten kennen.

Ich muss sicherstellen, dass die Architektur auch in fünf Jahren noch sinnvoll ist.

Das Projekt besteht zu diesem Zeitpunkt aus einer leeren Textdatei und einem Logoentwurf.

Aber die Migration auf die Infrastruktur für 50.000 tägliche Nutzer sollte selbstverständlich schon geklärt sein.

Man möchte schließlich vorbereitet sein.


Mein Gehirn kann mehrere Dinge gleichzeitig – nur nicht besonders gut

Menschen sprechen gern von Multitasking.

Das klingt nach einer Fähigkeit.

Nach etwas, das man im Lebenslauf unter „besondere Kompetenzen“ schreiben könnte.

In Wirklichkeit erledigen wir bei anspruchsvollen geistigen Tätigkeiten meistens nicht mehrere Dinge gleichzeitig. Wir wechseln schnell zwischen ihnen.

Und jeder Wechsel kostet etwas.

Wir müssen uns erinnern:

  • Was habe ich gerade gemacht?
  • Wo war ich?
  • Was wollte ich als Nächstes tun?
  • Warum ist hier ein Tab über mongolische Pferdezucht geöffnet?

Die Forschung bezeichnet diese Verluste als Wechselkosten. Selbst kurze Sprünge zwischen Aufgaben können die Leistung beeinträchtigen, weil das Gehirn die vorherige Tätigkeit verlassen und die Regeln der neuen wieder aktivieren muss.

Das erklärt einiges.

Wenn ich beim Schreiben kurz einen Begriff prüfe, anschließend eine Nachricht lese, danach ein Video öffne und schließlich zum Text zurückkehre, sitze ich zwar wieder vor demselben Absatz.

Geistig bin ich aber ein neuer Mitarbeiter am ersten Arbeitstag.

Ich lese den letzten Satz.

Dann den Absatz davor.

Dann noch einmal den Titel.

Dann starre ich auf den Bildschirm und versuche herauszufinden, was der frühere Kiru hier eigentlich vorhatte.

Der frühere Kiru hat leider keine Dokumentation hinterlassen.

Typisch.


Manchmal unterbreche ich mich sogar selbst

Für Ablenkung brauche ich übrigens keine Benachrichtigung.

Keine Nachricht.

Keinen Anruf.

Keinen Kollegen.

Ich kann das vollkommen eigenständig.

Während ich an einer Sache arbeite, produziert mein Gehirn zuverlässig neue Einfälle:

Du könntest noch prüfen, ob es dafür ein WordPress-Plugin gibt.

Sollte das Logo nicht vielleicht anders aussehen?

Wann erscheint eigentlich die neue Version von Linux Mint?

Du wolltest doch noch diesen einen Anime nachholen.

Was ist eigentlich aus dem Projekt geworden, das du vorgestern angefangen hast?

Jeder dieser Gedanken fühlt sich in dem Moment dringend an.

Nicht wichtig.

Dringend.

Als würde die Information verschwinden, wenn ich sie nicht sofort verfolge.

Also verlasse ich meine aktuelle Tätigkeit, öffne einen Tab und sichere den Gedanken für später.

Dadurch habe ich zwar nichts vergessen.

Ich habe nur aufgehört, das zu tun, was ich eigentlich tun wollte.

Auch Untersuchungen zu Arbeitsunterbrechungen zeigen, dass Wechsel nicht ausschließlich von außen kommen. Menschen unterbrechen sich häufig selbst, weil ihnen andere Aufgaben oder offene Punkte einfallen. Das Wiederaufnehmen der ursprünglichen Tätigkeit kann anschließend schwierig sein.

Mein Gehirn ist damit gleichzeitig Angestellter, Vorgesetzter und der Kollege, der alle sieben Minuten mit einer neuen „ganz kurzen Idee“ am Schreibtisch steht.


Lesezeichen sind der Friedhof meiner guten Absichten

Natürlich existiert für wichtige Seiten eine ordentliche Lösung.

Lesezeichen.

Ein großartiges Konzept.

Man speichert eine Seite, schließt den Tab und findet sie später in einer übersichtlichen Sammlung wieder.

Theoretisch.

Praktisch besitzen meine Lesezeichenordner Namen wie:

  • Wichtig
  • Später lesen
  • Wirklich später lesen
  • Projekte
  • Sonstiges
  • Neu
  • Neu 2
  • Ablage
  • Unsortiert
  • Muss ich noch sortieren

Das Speichern eines Lesezeichens ist dabei weniger eine organisatorische Handlung als eine feierliche Beerdigung.

Ich klicke auf den Stern und sage:

Ich komme ganz bestimmt zurück.

Wir beide wissen, dass das nicht stimmt.

Der Tab weiß es.

Ich weiß es.

Der Ordner „Später lesen“ weiß es am besten.

Dort liegen inzwischen Texte aus einer Zeit, in der Ubuntu noch anders aussah, manche Webseiten noch funktionierten und ich offenbar kurz davorstand, mich intensiv mit Blender zu beschäftigen.

Das Lesezeichen hat also ein Problem gelöst:

Der Tab ist weg.

Die Aufgabe allerdings auch.


Tabgruppen lösen das Problem – indem sie es hübscher machen

Moderne Browser bieten Tabgruppen.

Das ist praktisch.

Man kann offene Seiten thematisch sortieren und farblich markieren.

Dadurch verwandelt sich das Chaos in strukturiertes Chaos.

Ich habe dann keine 40 ungeordneten Tabs mehr.

Ich habe:

  • acht Tabs für den Blog,
  • zwölf Tabs für Anime,
  • sechs Tabs für Linux,
  • sieben Tabs für ein neues Projekt,
  • vier Tabs für Dinge, die ich nicht zuordnen konnte,
  • und drei Tabs, die Geräusche machen, deren Herkunft ich nicht finde.

Die Forschung zu tabzentrierten Arbeitsweisen zeigt durchaus, dass Menschen häufig ganze Gruppen von Seiten für bestimmte Aufgaben benötigen. Entsprechend wurden Systeme entwickelt, die Tabs nicht nur als einzelne Seiten, sondern als zusammengehörige Aufgabenpakete organisieren.

Das ist sinnvoll.

Nur setzt es voraus, dass man irgendwann zu diesen Aufgaben zurückkehrt.

Sonst habe ich mein schlechtes Gewissen lediglich katalogisiert.

Aber immerhin farblich passend.


Der Moment, in dem ich alles schließe

Irgendwann kommt er.

Der Punkt, an dem selbst ich einsehe, dass die Situation außer Kontrolle geraten ist.

Meistens erkenne ich das daran, dass die Tabs oben nur noch als winzige Symbole angezeigt werden.

Oder daran, dass ich dieselbe Webseite ein zweites Mal öffne, weil ich nicht bemerkt habe, dass sie bereits seit drei Stunden vorhanden ist.

Dann beginnt die große Säuberung.

Ich klicke mich durch die Tabs.

Den brauche ich noch.

Den vielleicht.

Der ist interessant.

Daraus könnte ein Artikel werden.

Das wollte ich noch testen.

Warum ist das offen?

Oh, das ist spannend.

Neuer Tab.

Nein.

Falsche Richtung.

Am Ende schließe ich alles auf einmal.

Nicht, weil ich fertig bin.

Sondern weil ich aufgegeben habe.

Für einen kurzen Moment ist der Browser leer.

Eine weiße, friedliche Fläche.

Keine offenen Aufgaben.

Keine kleinen Symbole.

Keine Artikel, die gelesen werden wollen.

Keine Videos, die ich später garantiert nicht anschaue.

Es ist wunderschön.

Dann fällt mir ein, was ich ursprünglich nachschauen wollte.


Vielleicht sind die Tabs gar nicht das eigentliche Problem

Natürlich könnte ich mir jetzt ein strenges System bauen.

Maximal zehn Tabs.

Alles sofort in Lesezeichen sortieren.

Nur eine Aufgabe gleichzeitig.

Benachrichtigungen abschalten.

Recherchezeiten festlegen.

Ein Notizprogramm verwenden.

Das würde vermutlich helfen.

Bis ich drei Tage später zwölf Notizen, fünf Aufgabenlisten und ein neues System zur Verwaltung meiner Systeme hätte.

Das eigentliche Problem ist vermutlich nicht der Browser.

Es ist mein Wunsch, jeden interessanten Gedanken festzuhalten.

Jede Möglichkeit offen zu behalten.

Nichts zu vergessen.

Nichts vorschnell wegzuwerfen.

Denn hinter jedem Link könnte sich etwas befinden:

  • eine gute Idee,
  • ein kommender Artikel,
  • eine technische Lösung,
  • ein neues Hobby,
  • ein Projekt,
  • oder zumindest ein sehr interessantes Kaninchenloch.

Das ist chaotisch.

Aber ehrlich gesagt ist es auch der Grund, warum überhaupt so viele meiner Ideen entstehen.

Viele davon wären nie aufgetaucht, wenn ich ausschließlich diszipliniert meine ursprüngliche Frage beantwortet und anschließend den Browser geschlossen hätte.

Das Chaos produziert nicht nur Ablenkung.

Manchmal produziert es auch genau den Gedanken, den ich vorher noch nicht hatte.

Leider produziert es gleichzeitig 28 weitere.


Mein Fazit: Die Information war bestimmt wichtig

Ich weiß bis heute nicht mehr, was ich ursprünglich nachschauen wollte.

Aber während der Suche habe ich:

  • drei Artikelideen gesammelt,
  • einen neuen Anime entdeckt,
  • etwas über Browserforschung gelernt,
  • ein Plugin vorgemerkt,
  • zwei Projekte geistig umgebaut,
  • und herausgefunden, dass Oktopusse offenbar unterschiedliche Persönlichkeiten besitzen.

War das produktiv?

Schwierig.

War es interessant?

Auf jeden Fall.

Vielleicht muss nicht jeder Ausflug ins Internet geradlinig sein.

Vielleicht darf man sich gelegentlich verirren.

Man sollte anschließend nur nicht behaupten, man hätte zielgerichtet recherchiert.

Ich wollte kurz etwas nachschauen.

Dann öffnete ich einen zweiten Tab.

Danach einen dritten.

Und irgendwann saß ich mitten im Internet, umgeben von Informationen, Ideen und Dingen, die mein zukünftiges Ich angeblich unbedingt noch braucht.

Die ursprüngliche Frage ist weg.

Aber keine Sorge.

Ich habe bestimmt irgendwo einen Tab dazu offen.


Quellen und weiterführende Informationen