Offenbar habe ich inzwischen unbeabsichtigt eine kleine Otakuland-Reihe über Romance-Anime begonnen, deren Hauptfiguren im Alltag mit ganz unterschiedlichen körperlichen Einschränkungen und Barrieren leben.

Zuerst ging es in Love Unseen Beneath the Clear Night Sky um die blinde Koharu und einen jungen Mann, der sich selbst deutlich stärker von der Welt zurückgezogen hat als sie.

Danach folgte mit Josie, der Tiger und die Fische eine ziemlich kratzbürstige junge Frau im Rollstuhl, ein ausgesprochen geduldiger Student und die Erkenntnis, dass ein Tiger im Zoo gelegentlich weniger einschüchternd sein kann als ein gewöhnlicher Bordstein.

Und wenn wir damit schon angefangen haben, können wir das Ganze auch ordentlich zu Ende bringen.

Alle guten Dinge sind schließlich drei.

Zumindest behauptet das der Volksmund. Vermutlich kurz bevor jemand eine dritte Fortsetzung produziert hat, nach der eigentlich niemand gefragt hatte.

Unser dritter Kandidat ist diesmal A Sign of Affection, auf Deutsch auch als Ein Zeichen der Zuneigung bekannt. Eine ruhige Romance über die gehörlose Studentin Yuki, den weit gereisten Itsuomi und die Frage, wie zwei Menschen einander näherkommen, wenn sie die Welt auf sehr unterschiedliche Weise wahrnehmen.

Und um mein Urteil direkt vorwegzunehmen:

Ich fand den Anime nicht schlecht.

Aber ich fand ihn auch nicht überragend.

Für mich ist A Sign of Affection eine eher schwache 7 von 10, die gelegentlich schon gefährlich in Richtung 6,5 rutscht, sich dann aber mit einzelnen besonders schönen Momenten wieder nach oben rettet.

Also kein neuer Eintrag in meiner persönlichen Romance-Hall-of-Fame.

Aber immerhin auch kein Anime, bei dem ich nach sechs Folgen nur noch aus Sturheit weiterschaue, weil Aufgeben jetzt bedeuten würde, dass die bereits investierte Lebenszeit vollkommen sinnlos war.


Eine Begegnung in der U-Bahn

Yuki Itose ist gehörlos und studiert an einer Universität.

Eines Tages wird sie in einer U-Bahn von einem ausländischen Fahrgast angesprochen. Da sie ihn nicht verstehen kann, gerät sie kurz in eine unangenehme Situation. Bevor daraus jedoch ein längeres Gespräch zwischen zwei Menschen wird, die beide nicht wissen, weshalb der jeweils andere nicht antwortet, hilft ihr der Student Itsuomi Nagi.

Itsuomi reist viel, spricht mehrere Sprachen und bewegt sich mit einer Selbstverständlichkeit durch die Welt, als hätte er bereits beim Erstellen seines Charakters sämtliche Punkte in Offenheit, Selbstbewusstsein und internationale Kontakte investiert.

Yuki ist sofort von ihm fasziniert.

Nicht nur, weil er attraktiv ist – wobei wir uns nichts vormachen sollten, das hilft in einem Shōjo-Manga natürlich erheblich –, sondern weil er ihr ohne sichtbare Unsicherheit begegnet.

Er behandelt ihre Gehörlosigkeit weder wie eine Katastrophe noch wie ein besonders zerbrechliches Ausstellungsstück. Stattdessen akzeptiert er zunächst schlicht, dass sie anders kommuniziert, und möchte verstehen, wie diese Kommunikation funktioniert.

Aus dieser ersten Begegnung entwickelt sich langsam eine Romanze.

Wobei „langsam“ hier nur bedingt stimmt.

A Sign of Affection gehört erfreulicherweise nicht zu den Serien, in denen zwei Menschen zwölf Folgen lang intensiv rot werden, wenn ihre Hände versehentlich denselben Türgriff berühren, und anschließend weitere drei Staffeln benötigen, um festzustellen, dass dieses merkwürdige Herzklopfen möglicherweise kein schwerwiegender medizinischer Notfall ist.

Die Beziehung entwickelt sich tatsächlich.

Allein dafür erhält ein Romance-Anime bei mir inzwischen beinahe automatisch einen kleinen Bonuspunkt.


Der ruhige Anfang funktioniert hervorragend

Besonders gut gefiel mir die erste Szene in der U-Bahn.

Sie ist ruhig, direkt und zeigt innerhalb weniger Minuten, worum es bei dieser Geschichte eigentlich gehen wird.

Yuki befindet sich in einer gewöhnlichen Alltagssituation. Für alle anderen Fahrgäste ist es vermutlich nur eine kurze Frage nach dem Weg. Für sie entsteht daraus jedoch sofort eine Kommunikationsbarriere.

Der Anime muss diese Situation nicht mit einem langen Monolog erklären.

Wir sehen einfach, was passiert.

Wir erleben ihre Unsicherheit, ihre eingeschränkte Wahrnehmung und schließlich Itsuomis vollkommen natürlichen Umgang damit.

Das ist ein starker Einstieg, weil die Serie ihre zentrale Idee nicht erst in Folge drei aus einem erklärenden Dialog hervorziehen muss.

Sie liegt von Anfang an offen auf dem Tisch:

Hier treffen zwei Menschen aufeinander, deren Welten sehr unterschiedlich groß wirken.

Yukis Alltag ist durch ihre Gehörlosigkeit, ihre bisherigen Erfahrungen und eine gewisse Vorsicht begrenzt. Itsuomi reist dagegen durch verschiedene Länder, spricht unterschiedliche Sprachen und besitzt einen Freundeskreis, der ungefähr so international zusammengesetzt ist wie die Teilnehmerliste einer durchschnittlichen Linux-Mailingliste.

Natürlich fühlt Yuki sich davon angezogen.

Itsuomi verkörpert für sie nicht nur einen attraktiven Mann, sondern auch eine größere Welt.

Und genau dieser Gedanke funktioniert für mich deutlich besser als die reine Frage, wann sich die beiden endlich küssen.


Yuki war mir sofort sympathisch

Yuki gehört für mich klar zu den größten Stärken des Anime.

Sie ist ruhig, offen und etwas schüchtern, ohne deshalb vollkommen passiv zu wirken.

Gelegentlich bekommt sie kleine Mutausbrüche, in denen sie selbst den nächsten Schritt macht, ihre Gefühle deutlicher zeigt oder sich in eine Situation wagt, die außerhalb ihrer bisherigen Komfortzone liegt.

Das macht sie sympathisch.

Sie ist weder die vollkommen hilflose junge Frau, die darauf wartet, dass ein Mann ihr die Welt erklärt, noch die übertriebene „Ich brauche niemals Hilfe“-Figur, deren Selbstständigkeit hauptsächlich dadurch bewiesen wird, dass sie jede Form von Unterstützung aggressiv ablehnt.

Yuki benötigt in bestimmten Situationen Hilfe.

In anderen Situationen kommt sie hervorragend allein zurecht.

Manchmal ist sie mutig.

Manchmal ist sie unsicher.

Manchmal ist sie einfach nur verliebt und denkt deshalb ungefähr so rational wie ein Computer, auf dem gleichzeitig 47 Browser-Tabs, Steam und eine virtuelle Maschine laufen.

Kurz gesagt: Sie wirkt wie ein Mensch.

Ihre Gehörlosigkeit ist dabei ein wichtiger Bestandteil ihrer Figur, aber nicht ihre vollständige Persönlichkeit.

Der Anime macht nicht aus jeder Szene ein großes Drama darüber, dass Yuki nicht hören kann. Gleichzeitig vergisst er ihre Einschränkung nicht plötzlich, sobald sie für eine romantische Szene gerade unpraktisch wäre.

Diese Balance gelingt der Serie überwiegend gut.


Kommunikation besteht aus mehr als gesprochenen Worten

Besonders interessant ist, wie unterschiedlich Yuki mit anderen Menschen kommuniziert.

Sie nutzt Gebärdensprache, liest teilweise von den Lippen, schreibt Nachrichten auf ihrem Smartphone und verlässt sich je nach Situation auf verschiedene Hilfsmittel.

Der Anime versucht dabei nicht nur zu erklären, dass Yuki gehörlos ist. Er macht ihre Wahrnehmung stellenweise visuell und akustisch erfahrbar.

Geräusche wirken gedämpft oder verschwinden. Hände und Gesichtsausdrücke rücken stärker in den Mittelpunkt. Geschriebene Nachrichten erhalten eine größere Bedeutung als in einer gewöhnlichen Romance-Serie.

Das klingt zunächst nach einem kleinen gestalterischen Detail.

Tatsächlich verändert es jedoch, wie man die Szenen betrachtet.

In den meisten Anime hören wir einem Gespräch einfach zu. Bei Yuki müssen wir genauer auf Bewegungen, Blickrichtungen und Reaktionen achten.

Der Anime erinnert damit daran, dass Kommunikation nie ausschließlich aus gesprochenen Sätzen besteht.

Menschen drücken erstaunlich viel durch Körperhaltung, Gesichtsausdruck und kleine Gesten aus.

Was gelegentlich etwas beunruhigend ist, wenn man darüber nachdenkt, wie oft der eigene Gesichtsausdruck vermutlich bereits verraten hat, dass man einem Gespräch seit ungefähr vier Minuten nicht mehr folgt.


Itsuomi und das Problem mit dem persönlichen Abstand

Itsuomi ist vermutlich der Punkt, an dem sich die Meinungen über den Anime am stärksten teilen.

Er ist offen, selbstbewusst, weit gereist, mehrsprachig, attraktiv und besitzt offenbar keinerlei natürliche Scheu davor, anderen Menschen sehr schnell näherzukommen.

Gerade am Anfang berührt er Yuki mehrfach am Kopf oder im Gesicht und dringt ziemlich selbstverständlich in ihren persönlichen Raum ein.

Ich kann die Kritik daran verstehen.

Würde ein nahezu fremder Mann im echten Leben einer jungen Frau plötzlich ins Gesicht fassen, wäre „Ach, wie romantisch“ vermutlich nicht bei allen Beteiligten der erste Gedanke.

Die Serie inszeniert dieses Verhalten jedoch größtenteils als Zeichen seiner offenen und direkten Persönlichkeit.

Und ehrlich gesagt passt es auch zu ihm.

Itsuomi ist kein vorsichtiger Mensch, der jede soziale Handlung vorher innerlich in einer Tabellenkalkulation prüft. Er reist durch die Welt, spricht fremde Menschen an, sammelt internationale Freundschaften und scheint grundsätzlich davon auszugehen, dass sich fast jede Distanz überwinden lässt, solange man nur neugierig genug bleibt.

Das entschuldigt nicht automatisch jede Grenzüberschreitung.

Aber es sorgt zumindest dafür, dass sein Verhalten nicht vollkommen losgelöst von seiner übrigen Persönlichkeit wirkt.

Itsuomi ist Yuki gegenüber nicht körperlich direkt, weil der Anime kurzfristig vergessen hat, wie menschliche Grenzen funktionieren.

Er ist grundsätzlich ein sehr unmittelbarer Mensch.

Trotzdem hätte die Serie an manchen Stellen deutlicher zeigen dürfen, dass Nähe nicht allein deshalb romantisch wird, weil der Mann dabei attraktiv aussieht und sanfte Musik im Hintergrund läuft.


Der Mann aus dem Shōjo-Katalog

Mein größeres Problem mit Itsuomi ist allerdings nicht seine anfängliche Körpernähe.

Er wirkt stellenweise einfach etwas zu perfekt.

Der Mann ist groß, attraktiv, ruhig, erfahren, mehrsprachig, weltoffen, beliebt und erstaunlich souverän.

Natürlich besitzt er auch irgendeine nachdenkliche Seite und ein paar offene Fragen über seine Zukunft.

Aber im Anime wirkt er oft weniger wie ein vollständig ausgearbeiteter Mensch und mehr wie jemand, der direkt aus einem besonders erfolgreichen Shōjo-Katalog bestellt wurde.

„Einmal den weltoffenen Studenten mit sanftem Blick, bitte. Mit Reiseerfahrung, Geduld und optionalem Gebärdensprachkurs.“

Das ist nicht grundsätzlich schlimm.

Romance-Geschichten dürfen romantische Wunschfiguren besitzen. Niemand verlangt, dass Itsuomi zwischendurch drei Stunden mit seiner Krankenkasse telefoniert oder sich darüber aufregt, dass der Zug nach einem Auslandsaufenthalt schon wieder Verspätung hat, nur damit er realistischer wirkt.

Aber für mich fehlte ihm im Anime etwas Reibung.

Yuki besitzt Unsicherheiten, Grenzen und eine erkennbare Entwicklung. Itsuomi scheint dagegen bereits zu Beginn ziemlich genau zu wissen, wer er ist und wie er mit beinahe jeder Situation umgehen möchte.

Dadurch entsteht gelegentlich das Gefühl, dass Yuki sich in Richtung seiner Welt entwickelt, während er selbst relativ unverändert bleibt.

Der Manga soll ihm später deutlich mehr Hintergrund und Tiefe geben.

Das wäre für mich tatsächlich einer der wichtigsten Gründe, die Vorlage zu lesen.


Wie Itsuomi Gebärdensprache lernt

Eine der sympathischsten Entwicklungen des Anime ist Itsuomis Versuch, Gebärdensprache zu lernen.

Er tut das nicht, weil die Geschichte daraus eine große heldenhafte Leistung machen möchte.

Niemand stellt sich daneben und ruft:

„Seht nur! Dieser Mann hat drei Gebärden gelernt! Gebt ihm sofort einen Orden!“

Itsuomi möchte Yuki schlicht besser verstehen.

Und deshalb beginnt er, ihre Sprache zu lernen.

Das ist eigentlich eine kleine Sache, aber für die Beziehung enorm wichtig.

Er erwartet nicht, dass Yuki sich vollständig an seine Art der Kommunikation anpasst. Er bewegt sich ebenfalls auf sie zu.

Gerade dadurch funktioniert ihre Beziehung für mich besser als viele Geschichten, in denen eine Figur mit körperlichen Einschränkungen hauptsächlich dadurch „integriert“ wird, dass sie sich möglichst gut in die Welt der anderen Figuren einfügt.

Itsuomi betrachtet Gebärdensprache zudem nicht nur als notwendiges Hilfsmittel.

Er interessiert sich ehrlich dafür.

Das passt erneut zu seiner generellen Neugier auf Sprachen, Länder und Menschen. Gleichzeitig zeigt es Yuki, dass ihre Art zu kommunizieren für ihn nicht lästig oder abschreckend ist.

Er möchte nicht trotz dieser Seite mit ihr zusammen sein.

Er möchte auch diese Seite von ihr kennenlernen.

Das ist romantisch, ohne dass die Serie dafür ein Feuerwerk, einen dramatischen Regenschauer oder einen überraschend gut verfügbaren Aussichtsturm benötigt.


Rin und der Barkeeper: Die angenehmere Nebenromanze

Sehr gut gefallen hat mir auch die kleine Nebenhandlung rund um Yukis beste Freundin Rin und den Barkeeper Kyoya.

Rin interessiert sich ziemlich offensichtlich für ihn.

Kyoya verhält sich dagegen zunächst so, wie sich männliche Anime-Figuren in solchen Situationen traditionell verhalten:

Er besitzt vermutlich genügend soziale Kompetenz, um eine Bar zu führen und mit fremden Menschen umzugehen, aber sobald eine Frau ernsthaft an ihm interessiert ist, startet im Kopf offenbar Windows im abgesicherten Modus.

Die Geschichte zwischen den beiden ist süß und bildet einen schönen Gegenpol zu Yuki und Itsuomi.

Allerdings fand ich sie stellenweise etwas zu sehr wie eine typische Teenager-Romanze inszeniert.

Die Figuren sind Studenten beziehungsweise junge Erwachsene. Deshalb hätte ich erwartet, dass sie ein wenig offener mit ihren Gefühlen umgehen könnten.

Nicht vollkommen souverän.

Menschen werden schließlich nicht automatisch emotional kompetent, nur weil sie eine Universität betreten. Sonst wären soziale Netzwerke vermutlich deutlich friedlichere Orte.

Trotzdem wirkte das gelegentliche Herumdrucksen auf mich etwas künstlicher als nötig.

Das ist jedoch eindeutig Geschmackssache.

Andere Zuschauer werden wahrscheinlich gerade diese schüchterne Entwicklung besonders niedlich finden.

Und grundsätzlich mochte ich die Nebenhandlung.

Sie gibt Rin ein eigenes Leben außerhalb ihrer Rolle als Yukis unterstützende beste Freundin und sorgt dafür, dass die Serie nicht ausschließlich um ein einziges Paar kreist.


Ema liebt Itsuomi, Shin liebt Ema und alle leiden ordentlich im Kreis

Dann gibt es noch Ema und Shin.

Ema ist seit langer Zeit in Itsuomi verliebt.

Shin wiederum ist seit langer Zeit in Ema verliebt.

Itsuomi erwidert Emas Gefühle nicht.

Und damit haben wir das klassische romantische Weiterleitungssystem:

Shin liebt Ema.

Ema liebt Itsuomi.

Itsuomi liebt Yuki.

Yuki liebt Itsuomi.

Immerhin hat am Ende der Kette jemand eine funktionierende Verbindung hergestellt.

Natürlich ist diese Konstellation klischeehaft.

Bereits bei Emas ersten Auftritten ist ungefähr so überraschend, dass sie in Itsuomi verliebt ist, wie die Erkenntnis, dass in einem Isekai irgendwann ein übermächtiger Protagonist und eine Gilde auftauchen werden.

Trotzdem funktioniert das Klischee.

Es funktioniert sogar erstaunlich zuverlässig.

Ema ist nicht einfach nur die böse Rivalin, die Yuki beseitigen möchte. Ihre Gefühle sind echt, ihre Hoffnung ist nachvollziehbar und ihre lange Verbindung zu Itsuomi lässt verstehen, weshalb sie nicht einfach innerhalb einer Episode abschalten kann.

Shin beobachtet das Ganze wiederum aus unmittelbarer Nähe und versucht, für Ema da zu sein, obwohl er weiß, dass ihr Herz an einem anderen Mann hängt.

Das ist nicht neu.

Aber es ist menschlich.

Manchmal funktionieren romantische Klischees eben deshalb so gut, weil Menschen auch im echten Leben immer wieder dieselben emotional schlechten Entscheidungen treffen.

Wir sind schließlich keine besonders originelle Spezies.


Oshi ist eine kleine männliche Tsundere

Und dann wäre da noch Oshi.

Yukis Kindheitsfreund.

Oshi hat Gebärdensprache gelernt, kennt Yuki seit vielen Jahren und ist offensichtlich in sie verliebt.

Seine bevorzugte Methode, diese Gefühle auszudrücken, besteht allerdings darin, gereizt zu reagieren, Itsuomi zu misstrauen und Yuki regelmäßig zu behandeln, als müsse sie vor der gesamten Außenwelt geschützt werden.

Kurz gesagt:

Oshi ist eine kleine männliche Tsundere.

Und am Anfang fand ich das durchaus amüsant.

Er besitzt diese klassische Mischung aus:

„Ist mir doch völlig egal, was du machst!“

und

„Aber erzähl mir bitte sofort ganz genau, mit wem du unterwegs bist, wohin ihr geht und wann du wieder zu Hause bist.“

Seine Sorge um Yuki ist nicht vollkommen unbegründet.

Er kennt ihre Schwierigkeiten, hat wahrscheinlich häufig erlebt, wie andere Menschen unbeholfen oder rücksichtslos mit ihr umgehen, und misstraut einem weit gereisten Mann, der plötzlich in ihr Leben tritt und ihr innerhalb kürzester Zeit sehr nahekommt.

Aus seiner Perspektive ist Itsuomi vermutlich eine Mischung aus romantischem Eindringling und internationalem Sicherheitsrisiko.

Das Problem ist nur:

Oshis Verhalten wird im Laufe des Anime zunehmend nervig.

Seine Fürsorge kippt regelmäßig in Bevormundung. Er möchte Yuki schützen, scheint dabei aber nicht immer zu akzeptieren, dass sie selbst entscheiden darf, welche Erfahrungen sie machen möchte.

Oshi versteht ihre Gebärdensprache.

Aber er versteht nicht unbedingt ihre Wünsche.

Itsuomi beherrscht ihre Sprache anfangs kaum, nimmt ihren Wunsch nach einer größeren Welt jedoch deutlich ernster.

Diese Gegenüberstellung gehört zu den interessanteren Gedanken der Serie.

Jemand kann perfekt wissen, wie man mit einem Menschen kommuniziert, und ihm trotzdem nicht richtig zuhören.


Itsuomi bleibt erstaunlich souverän

Besonders gut gefällt mir, wie Itsuomi mit Oshi umgeht.

Er lässt sich nicht provozieren.

Er beginnt keinen lächerlichen Revierkampf.

Er erklärt Yuki nicht zu seinem Besitz und verhält sich auch nicht so, als müsse nun in einem dramatischen Duell entschieden werden, welcher Mann das Recht auf ihre Gefühle erhält.

Itsuomi erkennt ziemlich schnell, was hinter Oshis Verhalten steckt.

Und er geht damit ausgesprochen souverän um.

Das wirkt tatsächlich erwachsen.

In vielen Romance-Anime würde aus dieser Konstellation sofort ein künstlich aufgeblasenes Liebesdreieck entstehen. Beide Männer würden sich zwölf Folgen lang gegenseitig anstarren, während Yuki irgendwo danebensteht und offenbar keinerlei Mitspracherecht über ihr eigenes Liebesleben besitzt.

A Sign of Affection vermeidet das weitgehend.

Itsuomi vertraut Yuki.

Er muss Oshi nicht besiegen, weil Yuki bereits selbst weiß, wen sie liebt.

Diese Selbstverständlichkeit ist angenehm.

Und sie gehört zu den Momenten, in denen Itsuomis ruhige Sicherheit hervorragend funktioniert, statt ihn nur wie den perfekten Mann aus dem Shōjo-Regal erscheinen zu lassen.


Eine erwachsene Romance – meistens jedenfalls

Grundsätzlich gefällt mir, dass die Figuren studieren.

Die Universitätsumgebung gibt der Geschichte mehr Möglichkeiten als eine weitere klassische Schulromanze.

Yuki und Itsuomi können reisen, arbeiten, unterschiedliche Freundeskreise besitzen und über eine Zukunft nachdenken, die größer ist als das nächste Schulfest.

Außerdem müssen wir nicht erneut erleben, wie zwei Sechzehnjährige nach drei Staffeln feststellen, dass gemeinsames Händchenhalten möglicherweise noch keine rechtsgültige Verlobung darstellt.

Trotzdem nutzt der Anime sein erwachseneres Umfeld nicht immer vollständig aus.

Einige Konflikte und Nebenromanzen fühlen sich weiterhin stark nach typischem Schul-Shōjo an.

Rin traut sich kaum, offen mit Kyoya zu sprechen.

Ema hängt seit Jahren an einer offensichtlich einseitigen Liebe.

Oshi kommuniziert seine Gefühle hauptsächlich durch Gereiztheit.

Natürlich dürfen auch Studenten emotional überfordert sein.

Ein Universitätsausweis enthält schließlich keinen automatisch freigeschalteten Kurs namens „Erwachsene Kommunikation für Anfänger“.

Aber gelegentlich hätte ich mir etwas mehr Direktheit gewünscht.

Gerade weil die Hauptgeschichte so stark davon handelt, neue Formen der Kommunikation zu lernen.


Sehr hübsch, sehr sanft und manchmal fast zu sauber

Optisch ist A Sign of Affection ausgesprochen angenehm.

Die Serie arbeitet mit weichen Farben, viel Licht, pastelligen Hintergründen und einer insgesamt sehr sanften Bildsprache.

Yukis Verliebtheit wird beinahe sichtbar.

Die Welt wirkt heller, wärmer und gelegentlich so weichgezeichnet, als hätte jemand direkt über die Kamera einen Shōjo-Filter gelegt.

Das passt zur Geschichte.

Gleichzeitig trägt dieser Stil dazu bei, dass der Anime manchmal etwas zu glatt wirkt.

Konflikte besitzen selten wirklich scharfe Kanten.

Unangenehme Situationen werden meistens relativ schnell aufgelöst.

Itsuomi bleibt souverän.

Yuki bleibt liebenswert.

Die Beziehung entwickelt sich harmonisch.

Selbst die romantischen Rivalen sind eher traurig oder unbeholfen als wirklich gefährlich.

Das macht die Serie angenehm.

Aber es verhindert auch, dass sie mich emotional vollständig packt.

Ich hatte selten das Gefühl, unbedingt sofort die nächste Episode sehen zu müssen.

Der Anime ist schön.

Er ist ruhig.

Er ist sympathisch.

Aber er besitzt nur wenige Momente, die mir länger im Kopf geblieben sind.


Wo der Anime für mich Punkte verliert

Mein größtes Problem mit A Sign of Affection ist nicht, dass die Serie etwas besonders schlecht macht.

Es ist eher das Gegenteil.

Sie macht fast alles ordentlich, aber nur wenig außergewöhnlich.

Yuki ist sympathisch.

Itsuomi ist interessant, bleibt im Anime aber etwas zu idealisiert.

Die Nebenfiguren funktionieren, bewegen sich jedoch häufig auf bekannten Romance-Schienen.

Die Darstellung von Yukis Gehörlosigkeit ist respektvoll und visuell gut umgesetzt, wird aber in eine sehr weiche und idealisierte Liebesgeschichte eingebettet.

Die Beziehung schreitet voran, entwickelt für mich jedoch nicht immer die emotionale Tiefe, die ich mir gewünscht hätte.

Dadurch entstand bei mir ein seltsames Gefühl:

Ich konnte während des Schauens fast jeder Episode etwas Positives abgewinnen.

Aber sobald die Folge vorbei war, verspürte ich selten dieses starke:

„Verdammt, jetzt muss ich sofort wissen, wie es weitergeht.“

Der Anime plätscherte angenehm vor sich hin.

Gelegentlich kam eine besonders schöne Szene, zog meine Wertung wieder nach oben und erinnerte mich daran, weshalb ich die Serie grundsätzlich mochte.

Danach bewegte sie sich jedoch häufig wieder in Richtung einer soliden 6,5.

Das ist kein vernichtendes Urteil.

Eine 6,5 oder 7 bedeutet bei mir schließlich nicht, dass ein Anime schlecht ist.

Es bedeutet:

  • Ich habe ihn gern gesehen.
  • Ich kann seine Stärken erkennen.
  • Ich bereue meine Zeit nicht.
  • Aber ich werde auch nicht in zwei Jahren nachts aufwachen und denken: „Ich muss unbedingt noch einmal die komplette Staffel von A Sign of Affection schauen.“

Der Manga ist das Original

A Sign of Affection basiert auf dem Manga Yubisaki to Renren von suu Morishita.

Hinter diesem Namen steckt ein Mangaka-Duo, das gemeinsam an Geschichte und Zeichnungen arbeitet. Der Manga startete 2019 im japanischen Shōjo-Magazin Dessert des Verlags Kodansha.

Der Anime ist also keine Adaption einer Light Novel und basiert auch nicht auf einem koreanischen Manhwa oder Webtoon.

Der Manga ist die ursprüngliche Geschichte.

Die Anime-Adaption umfasst zwölf Episoden und erzählt nur den frühen Teil der Beziehung zwischen Yuki und Itsuomi.

In Japan sind inzwischen 14 Sammelbände erschienen. Die deutsche Ausgabe erscheint bei altraverse unter dem Titel Ein Zeichen der Zuneigung und liegt derzeit bei Band 13.

Das ist erfreulich.

Wir bekommen hier ausnahmsweise einmal keine Situation, in der eine interessante Manga-Reihe seit neun Jahren auf Deutsch bei Band drei festhängt und der Verlag auf Nachfragen nur noch ausweichend in Richtung Gebüsch blickt.

Die späteren Bände gehen deutlich über die Kennenlernphase hinaus.

Yuki und Itsuomi werden nicht über ein Dutzend Bände hinweg künstlich voneinander ferngehalten. Die Geschichte beschäftigt sich später stärker mit ihrer Beziehung, ihren Familien, gemeinsamen Zukunftsplänen, Reisen und dem Zusammenleben.

Und genau deshalb möchte ich den Manga lesen.

Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen.

Meine Liste ungelesener Manga, Light Novels und Bücher besitzt inzwischen allerdings auch ungefähr dieselbe Wachstumsstrategie wie ein schlecht kontrolliertes Arch-Linux-System:

Es kommt ständig etwas Neues hinzu, und niemand weiß mehr genau, welche Abhängigkeit ursprünglich weshalb installiert wurde.


Warum mich der Manga trotzdem reizt

Der Anime lässt an mehreren Stellen erkennen, dass in der Geschichte noch mehr steckt.

Vor allem Itsuomi könnte zusätzliche Tiefe gebrauchen.

Ich möchte besser verstehen:

  • weshalb ihm das Reisen so wichtig ist,
  • wie seine Offenheit entstanden ist,
  • wo seine eigenen Unsicherheiten liegen,
  • wie die Beziehung im Alltag funktioniert,
  • welche Konflikte entstehen, wenn die erste Verliebtheit nicht mehr jede Szene mit Pastellfarben überzieht,
  • und wie Yuki ihre eigene Welt weiter vergrößert.

Der Anime erzählt vor allem das Kennenlernen.

Der Manga kann dagegen zeigen, was nach dem Zusammenkommen passiert.

Das ist bei Romance-Geschichten häufig der deutlich interessantere Teil.

Zwei Menschen ineinander verlieben zu lassen, ist vergleichsweise einfach.

Man benötigt einen attraktiven Blick, ein paar zufällige Begegnungen, etwas Musik und notfalls einen Regenschirm, unter den aus unerklärlichen meteorologischen Gründen immer genau zwei Personen passen.

Eine glaubwürdige Beziehung über längere Zeit zu entwickeln, ist schwieriger.

Gerade deshalb bin ich gespannt, ob der Manga einige meiner Kritikpunkte am Anime ausgleichen kann.


Die Darstellung von Gehörlosigkeit

Grundsätzlich behandelt A Sign of Affection Yukis Gehörlosigkeit angenehm respektvoll.

Sie wird nicht als tragische Figur dargestellt, deren gesamtes Leben nur aus Leid besteht.

Gleichzeitig tut die Serie nicht so, als hätte ihre Gehörlosigkeit keinerlei Auswirkungen.

Yuki begegnet Kommunikationsbarrieren.

Sie kann Durchsagen oder Gespräche nicht einfach verfolgen.

Sie muss genauer beobachten, auf Lippenbewegungen achten oder andere Wege finden, um mit Menschen zu sprechen.

Aber sie besitzt Freunde, studiert, verliebt sich, trifft eigene Entscheidungen und möchte neue Erfahrungen sammeln.

Itsuomi soll sie nicht reparieren.

Er öffnet ihr eine neue Welt, aber Yuki bleibt diejenige, die selbst entscheidet, ob sie diese Welt betreten möchte.

Das ist wichtig.

Eine Figur mit körperlichen Einschränkungen benötigt nicht zwangsläufig eine Geschichte darüber, wie sie durch Liebe plötzlich „ganz“ wird.

Yuki ist bereits ein vollständiger Mensch.

Die Beziehung gibt ihr keine fehlende Hälfte zurück.

Sie gibt ihr lediglich einen weiteren Menschen, mit dem sie ihre Welt teilen kann.

Trotzdem bleibt die Darstellung stark romantisiert.

A Sign of Affection ist kein dokumentarischer Einblick in sämtliche Lebensrealitäten gehörloser Menschen.

Die Serie zeigt nur eine konkrete fiktive Figur mit ihrem persönlichen Umfeld, ihrer Art zu kommunizieren und ihren individuellen Erfahrungen.

Das sollte man nicht mit einer allgemeingültigen Darstellung verwechseln.

Aber als sanfte Romance, in der eine gehörlose Frau tatsächlich die handelnde Hauptfigur und nicht nur das Objekt männlicher Fürsorge ist, funktioniert die Serie gut.


Drei Romance-Geschichten, drei sehr unterschiedliche Frauen

Damit wären wir tatsächlich bei drei Otakuland-Geschichten über Liebe, Nähe und unterschiedliche Barrieren im Alltag angekommen.

Und interessanterweise könnten die drei Frauen kaum unterschiedlicher sein.

Koharu aus Love Unseen Beneath the Clear Night Sky ist blind, neugierig und erstaunlich offen gegenüber einer Welt, von der sich der sehende Kakeru innerlich zurückgezogen hat.

Josie sitzt im Rollstuhl, besitzt scharfe Krallen und begegnet der Außenwelt zunächst ungefähr so freundlich wie eine Katze, die gerade ungefragt in eine Transportbox gesetzt wurde.

Yuki ist gehörlos, ruhig, freundlich und etwas schüchtern, trägt jedoch eine deutliche Sehnsucht nach einer größeren Welt in sich.

Keine von ihnen ist nur „das Mädchen mit der Einschränkung“.

Und keine ihrer Geschichten funktioniert exakt gleich.

Bei Koharu geht es stark darum, wie zwei Menschen auf unterschiedliche Weise nach Licht suchen.

Bei Josie steht die Selbstständigkeit einer jungen Frau im Mittelpunkt, die viel zu lange vor der Außenwelt beschützt wurde.

Bei Yuki geht es vor allem um Kommunikation und darum, wie Nähe entstehen kann, wenn zwei Menschen zunächst nicht dieselbe Sprache sprechen.

Das gefällt mir an dieser kleinen, vollkommen ungeplant entstandenen Otakuland-Reihe.

Die jeweiligen Einschränkungen sind in allen drei Geschichten wichtig.

Aber die Frauen bleiben trotzdem unterschiedliche Persönlichkeiten mit eigenen Stärken, Schwächen und Wünschen.

So sollte es eigentlich selbstverständlich sein.

Ist es in fiktionalen Geschichten nur leider noch immer nicht immer.


Mein Fazit

A Sign of Affection ist eine hübsche, sanfte und sympathische Romance.

Der Anfang in der U-Bahn funktioniert hervorragend und zeigt sofort, worum es in der Geschichte geht.

Yuki war mir mit ihrer ruhigen, offenen und gelegentlich mutigen Art unmittelbar sympathisch.

Itsuomis Interesse an Gebärdensprache und sein Wunsch, Yuki wirklich kennenzulernen, gehören zu den schönsten Elementen der Serie.

Auch die Nebenhandlungen rund um Rin und Kyoya sowie Ema und Shin mochte ich grundsätzlich, selbst wenn sie gelegentlich etwas zu stark nach bekannten Teenager-Romance-Mustern ablaufen.

Oshi ist als männliche Tsundere zunächst amüsant, wird mit seiner bevormundenden Art im Verlauf jedoch zunehmend anstrengend.

Itsuomis souveräner Umgang mit ihm gehört dafür zu den Momenten, in denen der männliche Hauptcharakter tatsächlich angenehm erwachsen wirkt.

Meine Probleme liegen vor allem darin, dass Itsuomi im Anime etwas zu perfekt bleibt, viele Konflikte sehr weich ausfallen und die Serie selten die emotionale Tiefe erreicht, die ihre Grundidee eigentlich ermöglichen würde.

Sie besitzt schöne Momente.

Gelegentlich sogar sehr schöne.

Aber zwischen diesen Momenten bewegt sich der Anime für mich häufig nur im soliden Mittelfeld.

Deshalb landet A Sign of Affection bei mir bei einer eher schwachen:

7 von 10 Punkten

Mit deutlicher Tendenz zur 6,5.

Der Anime rettet sich durch Yuki, seine ruhige Atmosphäre, die gelungene Darstellung unterschiedlicher Kommunikation und einige besonders sympathische Szenen.

Ein Überflieger ist er für mich trotzdem nicht.

Den Manga möchte ich dennoch lesen.

Vielleicht steckt dort genau die zusätzliche Tiefe, die mir im Anime gefehlt hat.

Und damit ist unsere kleine Otakuland-Reihe über Liebe, Nähe und unterschiedliche Barrieren im Alltag vorerst vollständig.

Blindheit.

Rollstuhl.

Gehörlosigkeit.

Alle guten Dinge sind drei.

Wobei wir uns natürlich nichts vormachen sollten:

Sobald mir die nächste interessante Romance mit einer ungewöhnlichen Hauptfigur über den Weg läuft, erkläre ich das Ganze vermutlich einfach nachträglich zur vierteiligen Trilogie.

Das hat bei Filmreihen schließlich auch schon funktioniert.


Informationen zur Serie

  • Originaltitel: Yubisaki to Renren
  • Internationaler Titel: A Sign of Affection
  • Deutscher Manga-Titel: Ein Zeichen der Zuneigung
  • Genre: Romance, Drama, Slice of Life, Shōjo
  • Anime-Studio: Ajia-do Animation Works
  • Anime: 12 Episoden
  • Ausstrahlung: Januar bis März 2024
  • Originalvorlage: Manga von suu Morishita
  • Manga-Start: 2019
  • Japanischer Verlag: Kodansha
  • Deutscher Verlag: altraverse
  • Japanischer Stand: 14 Bände
  • Deutscher Stand: 13 Bände
  • Light Novel: keine
  • Manhwa oder Webtoon: keine
  • Weitere Umsetzung: japanisches Bühnenmusical

Quellen und weiterführende Seiten